Was heisst das konkret?

Die Vergütung eines Versicherungsberaters nach Stunden ist aktuell noch ungewöhnlich. Das heißt aber gerade nicht, dass die unmittelbare Vergütung des Versicherungsberaters für den Mandanten jedenfalls teurer wäre. Dass oft das Gegenteil der Fall ist, zeigt folgendes Beispiel aus unserer Beratungspraxis im Jahr 2015:

Mein Mandant bat um Beratung bei dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Hierbei spielen eine Menge Fragestellungen eine wichtige Rolle. Nachdem der Bedarf des Mandanten eingehend mit einem Zeitaufwand von drei Stunden ermittelt war, entschied er sich für ein Versicherungsprodukt, das ich ihm in zwei inhaltsgleichen Tarifvarianten vorstellen konnte: ein herkömmlicher Tarif, der die Provision des Maklers / Vermittlers berücksichtigte, und der sog. „Netto-Tarif“, der keine Provision vorsah. Während die monatliche Versicherungsprämie im herkömmlichen Tarif € 192,54 betrug, kostete der sonst inhaltsgleiche Nettotarif nur monatlich € 174,06.

Das bedeutet: Mein Mandant hatte zwar anfangs mein Beratungshonorar von € 642,60 (inkl. MwSt.) zu tragen. Er sparte aber monatlich die Prämiendifferenz von € 18,48. Die anfänglichen Beratungskosten waren also bereits nach 35 Monaten aufgeholt – ab diesem Zeitpunkt sparte er jeden Monat bis zum Vertragsende nach 35 Jahren die Prämiendifferenz von insgesamt 7.119,00 €! Demgegenüber wäre ein herkömmlicher Tarif bis zur Beendigung der Versicherung deutlich teurer gewesen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: